07.10.22 –
Hubert Aiwanger bringt die Energiekrise mit einer „Identitätskrise der Grünen“ in Verbindung, unter deren „Markenkern Atomausstieg“ ganz Deutschland leiden müsse. Muss denn jetzt schon in der Backstube Wahlkampf geführt werden? Der Atomausstieg war aus guten Gründen weitgehend Konsens in der deutschen Gesellschaft und nicht allein ein Projekt der Grünen. Meines Wissens hat sich Hubert Aiwanger auch noch nicht für ein Endlager in Bayern stark gemacht.
Es sei hier an einen „Markenkern“ der bayerischen Regierungsparteien erinnert: Die 10H Abstandsregel hat den Ausbau der Windkraft in den letzten Jahren zum Erliegen gebracht. Stromtrassen, um erneuerbaren Strom zu transportieren wurden nicht gebaut. Stellen wir uns doch vor, Bayern hätte seinen Beitrag zum erneuerbaren Strommix geleistet und ausreichend Windräder gebaut. Dann könnten wir heute der Energiekrise wesentlich entspannter begegnen. Die Krisen im Handwerk sind vielfältig und nicht durch die Politik des Wirtschaftsministers Habeck in Berlin entstanden. Wenn der bayerische Wirtschaftsminister, der immerhin schon etliche Jahre regiert, mit dem Finger auf Berlin zeigt, weisen drei Finger auf ihn selber zurück.
(Leserbrief von Evamaria Molz, veröffentlicht am 1.10.2022 im Bayerwald-Boten)
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